Teilenstrasse - Grossbrand Josef Hämmerle "Hagers"

14.10.1938 | 19:25 | Brandeinsatz | Alarmstufe: ---
Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 14. November abends ½ 9 h im Gasthaus zum Bräuhaus abgehaltene Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Wehrführers Josef Bösch.


Zum Brande am 14. Okt. Abends bei Josef Hämmerle Teilenstr 7 führt der Wehrführer aus daß derselbe um zirka 7.25 h vermutlich durch Funkenflug im Stadel ausbrach.

In unglaublich kurzer Zeit stand das ganze Haus u. Stadel in Vollbrand.
Während Passanten Mühe hatten daß Großvieh in Sicherheit zu bringen war es leider nicht mehr möglich 2 Schweine zu retten. Eines kam zwar ins Freie musste aber sofort geschlachtet werden daß andere verbrannte.

Der Angriff erfollgte schnell mit 3 Leitungen doch konnte an eine Rettung auch nur eines Gebäudeteiles nicht mehr gedacht werden, da wie schon erwähnt bei Ankunft der Wehr das Haus in Vollbrand stand. Die Ablöscharbeiten gestatteten sich schwierig da sehr viel Material eingelagert war.

Da der Brand zu einem günstigen Zeitpunkt ausbrach so hatte sich eine ungeheure Menschenmenge eingefunden die die Bewegungsfreiheit der Wehr stark beeinträchtigt hatte wenn nicht der S. A Sturm Lustenau der in Stärke von 40 Mann am Brandplatz erschienen war in mustergültiger Weise den Absperdienst versehen hätte.
Der Wehrführer spricht ihr und der S. S die beim Ausräumen tätig war den Dank und Anerkennung aus.
Die ablösch und aufräumungs Arbeiten waren um 0.50 h beendet. Anwesend waren 40 Mann.

Johann Huber der als Erster am Brandplatz eintraf erklärte daß sich der Brand mit unheimlicher Geschwindigkeit ausgedehnt habe.

Waibel Johann erklärt daß bei seinem Eintreffen gerade ein Schwein brennend herausgesprungen sei. Beim Ausräumen haben sich die Zivilisten wieder einmal kopflos benommen.

Peschl Johann spricht über den Verlauf des Brandes. Die Löschaktion war gut, nur habe sich dieselbe lange hingezogen bedingt durch daß viele eingelagerte Material an Heu, Streue, Torf und Holz.



Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1938

Brand bei Josef Hämmerle Teilenstr Nr. 7
Um 19.25 h brach vermutlich durch Funkenflug im Stadel des Obgenannten Feuer aus.
In unglaublich kurzer Zeit stand daß ganze Haus sammt Stadel in Vollbrand. Leider war es nicht möglich alles Vieh in Sicherheit zu bringen so daß 1 Schwein verbrannte.

Der Angriff erfollgte rasch mit 3 Leitungen doch konnte an eine Rettung nicht mehr gedacht werden da das ganze Objekt in Vollbrand stand.
Die Ablöscharbeiten gestalteten sich schwierig da sehr viel Material eingelagert war.

Den Absperrdienst versah in mustergültigerweise zum ersten mal der S.A Sturm Lustenau.

Die Ablöscharbeiten waren erst um 1 h beendet so daß die Wehr um 1.30 h den Rückzug antretten konnte.
Anwesend waren 40 Mann.


Auszug aus der Original-Abschrift des Jahresberichtes 1938 erstattet in der Jahreshauptversammlung am 14. März 1939 im Gasthaus zum Löwen vom Wehrführer Josef Bösch.

Um 7 Uhr 30 abends am 18. 0ktober riefen uns die Glocken neuerdings zur Arbeit diesmal aber zu schwerer Arbeit. Das Haus des Josef Hämmerle Teilenstrasse 7 stand bei Ankunft der Wehr in Vollbrand. Nachdem das Objekt flächeninhaltlieh sehr groß dabei aber niedrig war, konnte an irgend eine Rettung nicht mehr gedacht, und man mußte sich lediglich mit dem Ablöschen befassen, was eine geraume Zeit in Anspruch nahm zumal ein sehr grosser Heustock zur Gänze umgelegt werden mußte. Ausser dem Großteil des Inventars kam auch ein Schwein in den Flam¬men um während ein Rind schwere Brandwunden erlitt. Bei diesem Brande waren erstmals S.S. und S.A. Leute anwesend die uns als Absperrmannschaften sehr gute Dienste leisteten.
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Dornbirnerstrasse 1 - Grossbrand Rudolf Hämmerle "Webas"

Auszug aus der Original-Verhandlungsschrift der Vereinsversammlung v. 6. Nov. 1937 im Gasthaus zum Engel unter Vorsitz des Hptm. Josef Bösch betreffend Brand Dornbirnerstraße 1 am 1. November 1937. Am 1. Nov. abends 9 h brach wie gewöhnlich aus unbekannter Ursache, im nordseitigen Anbau des hohen 2 Stöckigen Wohnhauses das von 3 Mietparteien bewohnt war Feuer aus. Da dasselbe sofort in allen Stockwerken in das Stiegenhaus einbrach, so war es den Parteien die im 1. und 2. Stock wohnten, trotz dem sie noch nicht zu Bett gegangen waren unmöglich über die Stiege ins Freie zu flüchten. Sie wurden von Wehrmänner und Nachbarn mit Leitern in Sicherheit gebracht. Die Wehr traf mit beiden Spritzen um 9.10 h am Platze ein, wo die Spritzen bei der Grindelkanalbrücke Dornbirner-Holzstr. postiert wurden und der Angriff sofort mit 5 Normal-Leitungen erfolgte. Infolge der Höhe des Hauses, konnte anfangs schwer angegriffen werden da der Dachstuhl jeden Moment einstürzen konnte, und somit die anlegung der Leitern nicht ratsam war. Auch mit dem Einreißen war der Erfolg sehr gering da daß Gebäude sehr stark gebaut war. Nach erfollgtem teilweisem Einsturz des Dachstuhles konnte der Angriff über 2 Strebenleiten in die oberen Stockwerke vorgetragen werden. Vom Mobilar wurde im Parterre von der Wehr alles, im 1. Stock etwas gerettet, während im 2. alles verbrannte. Da Windstille herrschte so bestand für die nächsten Objekte keine große Gefahr. Die Ablöscharbeiten dauerten bis 3 h früh so daß wir nach 6 stündiger Arbeit den Rückzug antretten konnten. Der Hauptmann ersucht die ersten, am Brandplatz eingetroffenen um ihre Wahrnehmungen. Johann Bösch erklärt, daß bei seinem eintreffen, der Anbau in Vollbrand und das Stiegenhaus stark verqualmt war. Gebhard Grabher erklärt, daß er 1-2 Min. vor 9 h auf den Brand aufmerksam gemacht wurde und habe Er sofort den Telefon-Allarm eingeleitet. Hierauf habe Er bei der Rettung der Parteien mitgeholfen, die rasch und zügig vor sich ging. Der Hauptmann spricht hierauf über den Glocken-Allarm der im Kirchdorf sehr schlecht war, hingegen im Rheindorf gut und durchschlagend. Der Herr Vizebürgermeister wird ersucht, von der Gemeinde zu veranlaßen, daß in Zukunft der Allarm im Kirchdorf besser wird. Ebenso gibt der Hptm. bekannt, daß bei diesem Brand wieder gestohlen wurde und ersucht Er die Wehrmänner beim ausräumen auf die Leute obacht zu geben. Auch glaubten einige Wehrmänner auf der nordseite Benzingeruch wargenommen zu haben. Solche Wahrnehmungen sollen sofort dem Komando oder einem Gendameriebeamten gemeldet werden. Fitz Gebhard erklärt daß der Geruch den die Leute für Benzingeruch hielten eher Gase vom Jauchekasten waren da brennendes Benzin geruchlos brennt. Hermann Hämmerle gibt bekannt, daß ihm der Direkt der Landes-Feuer-Versicherungsanstalt erklärt habe, daß bei diesem Brande die Lustenauer Wehr vorbildliches geleistet habe. Bürgermeisterstellv. Schreiber lobt die gute Disziplin der Wehr die beim Brande so gut zu Tage trat. Er ermahnt die Kameraden nicht zu waghalsig vorzugehen besonders wenn es sich nur um totes Inventar handelt. Herr Inspektor König der als einer der Ersten am Brandplatz eintraff, erklärt daß er erstaunt war wie schnell und eifrig der Angriff erfolgte. Er spricht noch über die möglichkeit der Brandstiftung bei den letzten Bränden und ersucht alle auf alle Wahrnehmungen obacht zu geben und sie der Gendarmerie zu melden. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1937 Brand bei Rudolf Hämmerle Dornbirnerstr 1. Abends. 21 h brach im nordseitigen Anbau des großen 2 Stöckigen Wohnhauses das von 3 Mietparteien bewohnt wurde Feuer aus. Daßselbe griff so rasch um sich, daß die Fam. Draßegg die im 2. Stock wohnte, obwohl sie noch nicht zu Bett gegangen waren nicht mehr über die Stiege in Sicherheit bringen konnte, so daß sie mit Leitern gerettet werden mußten. Der Allarm setzte sehr schnell ein, so daß wir in 10 Minuten bereits in Aktion tretten konnten. Daß Feuer hatte mittlerweile den 1 und 2 Stock sammt Dachstuhl in Vollbrand gesetzt ein Innen-Angriff war vorerst nicht möglich. So mußte mit 5 Leitungen über die Strebenleitern angegriffen werden, daß auch mit Gefahr verbunden war da jeden Moment mit dem Einsturz des Dachstuhles gerechnet werden mußte. Auch war wegen der Höhe des Objektes ein Einreißen sehr schwierig und mußte mit äußester Vorsicht gearbeitet werden. Jedenfalls war dieses der schwierigste Brand den wir in den Jahren zu bewältigen hatten. Um 2.55 h war die Löscharbeit beendet und konnte die Wehr die in Stärke von 51 Mann anwesend war einrücken.
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Forststrasse - Grossbrand Wwe. Ottilie Hämmerle "Küblers"

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 25. Sept. abends ½ 9 Uhr im Gasthaus „z. Schiff“ abgehaltene Vereins-Versammlung unter dem Vorsitz des Hauptmannes Josef Bösch. Zum Bande bemerkt der Hptm. daß er in jener Nacht krank war so daß er nicht ausrücken konnte und ersucht den Hptm. Stellv. Hans Peschl über den Brand. zu berichten. Peschl erklärte den Brand wie follgt. Am 17./9. nachts 10.20 h brach im Stadel der obgenannten, aus unbekannter Ursache Feuer aus, daß sofort auf das Wohnhaus übergriff. Bei Ankunft der Wehr die um 10.50 h beim Brandplatz eintraf stand der Stadel, der 1. Stock und das Stiegenhaus in Vollbrand. Die Spritzen konnten da genügend Wasser vorhanden, es goß die ganze Nacht in Strömen, bei dem nur 45 m entfernten Graben postiert werden. Der Angriff erfollgte mit 4 Normal-Leitungen. Nach erfollgter Lokalisierung wurde die Autospritze außer Betrieb gesetzt und nur noch mit 2. Leitungen gearbeitet, und zwar wurde eine zur ablöschung der Brandnester im Wohnhaus die andere zur ablöschung des Heustockes verwendet. Diese Arbeiten waren um 4 h beendet so daß die Wehr um 4.20 h nach 6 Stündlicher Arbeit den Rückzug antretten konnte. Der Hptm. ersucht nun die ersten am Brandplatz eingetroffenen um ihre Wahrnehmungen. Riedmann Alfred erklärt, daß der Brand um 9.15-20 ausgebrochen sei und habe sich das Feuer mit unheimlicher Schnelligkeit verbreitet. Es sei kaum möglich gewesen das Vieh in Sicherheit zu bringen. Das Stiegenhaus stand sofort in Flammen so daß es der Fam. Alois Grabher die im Obergeschoß wohnte nicht mehr möglich war, über dieselbe zu flüchten, sie mußten sich an einem Seil in Sicherheit bringen. Vom Mobilar konnte nur etwas Wäsche gerettet werden. Schreiber Josef erklärt daß bei seinem Eintreffen der Stadel schon eingestürzt sei. Ludwig Holzer fragt warum die Ablöscharbeiten so lange gedauert habe. Peschl erwiedert, daß der Heustock solange Arbeit gegeben habe da derselbe hoch und schmal war sodaß nur eine Löschtruppe abtragen und löschen konnte. Fitz Otto ist der Meinung daß bei diesem Brande verkehrt gearbeitet wurde man hätte sollen einreißen. Derselben Meinung sind noch Ludwig Holzer, Gottfried Hämmerle, Josef Schreiber u. Josef Vogel die auf das schärfste die Löschaktion kritisieren. Diese Kritick nahm allmählich höchst bedenkliche Formen an sodaß der Hptm. die Leute ersuchen mußte in einer ruhigen Weise zu sprechen jedenfalls sei eine solch schwere Abhandlung seit seiner Tätigkeit im Verein nicht geführt worden. Bösch „z. Schiff“ bemängelt die Dauerverbindung am Wiesenrhein. Der Hptm. dankt namens des Vereins den Leuten die beim Brande Kaffee an die Wehr abgaben auf daß herzlichste. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1937 Brand bei Ww Otillie Hämmerle Forststr 19. Abend 10.20 h brach aus unbekannter Ursache im Stadel der Obgenannten Feuer aus. Da sich daßselbe so schnell auch auf das Haus verbreitete daß sich die im Obergeschoß wohnende Partei nur durch das Fenster retten konnte. Das Vieh konnte ebenfalls noch gerettet werden jedoch ist das Mobilar fast zur Gänze verbrannt. Bei Ankunft der Wehr die um 10.50 h beim Brandplatz eintraf stand der Stadel, der Dachstuhl, das Stiegenhaus und der 1. Stock in Vollbrand. Beide Spritzen konnten beim nur 40 m vom Brandplatz entfernten Graben postiert werden. Mit 4 Normal Leit. wurde der Brand angegriffen. Infolge der Bauart des Hauses und des mißerablen Wetters es goß beständig in Strömen zogen sich die Ablösch und Aufräumungs-Arbeiten sehr in die Länge so daß wir erst nach 6 stündiger Arbeit um 4.20 h den Rückzug antretten konnten. Anwesend waren 47 Mann. Das Komando führte Hptmstellv. Peschl.
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Augartenstrasse - Grossbrand Lorenz Hagen "Schmutzlis"

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 15. Februar 1937 abends 8 h im Gasthaus zum Bären abgehaltene satzungsmässige Vereinsversammlung unter dem Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Zu dem am 1. Februar 1937 bei Lorenz Hagen, Sockenfabrik, Augartenstrasse stattgefundenen Brande teilt der Hauptmann die Einzelheiten mit. Der Ausbruch des Feuers erfolgte um ca. 3.15. Der Allarm wurde nur im Rheindorf durchgeführt. Trotzdem kam die Wehr schon nach ca 10 Minuten zur Brandstelle und nach einigen Minuten zum Angriff. Das Feuer war bei Anfahrt der Wehr erst ganz in der Nähe sichtbar. Es entwickelte sich von der Nordseite des Hauses her über den offenen Dachboden und drang in die Wohnräume und Küche des ersten Stockes ein, überall an den vorhandenen Vorräten, Einrichtungsgegenständen und an den bemalten Täferwänden reiche Nahrung findend. Mit Wucht drang das gefrässige Element vor und hüllte das Haus ringsum in Flammen. So fand die Wehr das Objekt zum Angriff. Dieser wurde rasch vorangetragen und hatte sofort zufriedenstellenden Erfolg bis leider an der Motorspritze ein Schaden eintrat, sodass wir darauf angewiesen waren den Standort der Anhängespritze zum Brunnen zu verlegen, was einige Minuten in Anspruch nahm, sodass sich inzwischen das Feuer wohl nicht viel weiterverbreiten, jedoch wieder voll entwickeln konnte, zumal inzwischen ein ziemlicher Nordwind einsetzte. Durch die lange Leitung wurde ein bedeutender Druckverlust verursacht sodass die weitere Löscharbeit sehr darunter litt, Trotzdem konnte ein direkter Übergriff des Feuers auf die im Parterre befindlichen Maschinen verhindert werden, wenn auch dieselben durch Schutt und Wasser sehr beschädigt wurden. Nach Wiederinbetriebnahme der Autospritze war dann die Ablöschung rasch vollzogen.. Die Arbeit der Wehr muss in diesem Falle als sehr gut bezeichnet werden. Als sonderbarer Umstand muss bezeichnet werden, dass in demselben Hause bereits einige Stunden früher um ca. ½ 1 Uhr ein Brand zum Ausbruch kam der vom Besitzer und Nachbarn gelöscht wurde. Hierüber berichtet Karl Pfurtscheller der als Wehrmann nach der Ablöschung dabei war. Nach seiner Meinung war der erste Ausbruch im nordseitigen, im 1. Stock gelegenen Ablagekämmerchen vollständig abgelöscht als er die Stelle verlies. Pfurtscheller hat es jedoch unterlassen das Kommando sofort zu verständigen und wird er deswegen vom Hauptmann gerügt und dahin belehrt, dass jeder Brandausbruch, zu jederzeit dem Hauptmann gemeldet werden soll. Dies soll jedoch für alle Kameraden gelten. In der Weiteren Aussprache kommen noch die Erfahrungen dieses Brandes zur Behandlung. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1937 Um 3.15 h brach nun wieder ein Brand aus, der da er nicht sofort endekt wurde mit raßender Schnelligkeit um sich griff, und sofort den Dachstuhl und daß Obergeschoß in Vollbrand setzte. Der Glockenallarm setzte nur im Rheindorf ein. Trotzdem traf die Wehr schon nach 10 Min. am Brandplatz ein. Die Autospritze wurde beim Brunnen Augartenstr. postiert und eine A Leitung gelegt. Die Anhängespritze stand beim Brandplatz von welcher mit 3 Normalleitungen angegriffen wurde. Leider erfolgte an der Autospritze gleich ein Maschinenschaden der die umstellung der Spritzen erforderte. Da nun nur noch eine Spritze in Tätigkeit war so war der Druck infolge der langen Leitung zimlich schwach. Es konnte aber der Brand soweit lockalisiert werden daß er nicht ins Parterre in dem wertvolle Strumpfmaschinen standen durchdringen konnte. Nach Wiederinbetriebsetzung der Autospritze gingen die Ablöscharbeiten schnell vonstatten. Am Brandplatz waren 37 Mann anwesend. Voralberger Volksblatt: 02.02.1937 Lustenau, 1. Febr. (Schadenfeuer.) In der vergangenen Nacht kurz nach 24 Uhr brach im Hause des Besitzers Lorenz Hagen in der Augartenstraße im ersten Stockwerk in einem Dielenraume, in welchem verschiedene Fahrnisse aufbewahrt wurden, Feuer aus, das aber vom Hausbesitzer, Nachbarn und anderen zufällig dazugekommenen Personen gelöscht werden konnte, ohne daß es größeren Schaden anzurichten vermochte. Um ungefähr 3 Uhr früh, als der Hausbesitzer mit seiner Familie der Nachtruhe pflegte, brach im selben Raume und im anschließenden Vorraume neuerdings Feuer aus und griff derart rasch um sich, daß sich die Bewohner eiligst retten mußten und an eine Eindämmung des Feuers nicht mehr zu denken war. In kurzer Zeit war das ganze Haus eingeäschert und auch von den Einrichtungsgegenständen ist der größte Teil mitverbrannt. Da bei Ausbruch des Brandes ziemlich starker Westwind ging, befanden sich mehrere Nachbarhäuser in großer Feuersgefahr.
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Bahnhofstrasse - Grossbrand Johann Hagen "Mänglis"

Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 6. Oktober 1936 abends 8 h im Gasthaus zur Wacht am Rhein, abgehaltene Herbst-Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Kaum zwanzig Tage nach diesem Brande am 25. Sept. kam im im Hause Bahnhofstrasse 14 dem Joh. Hagen, Mänglis, Badlochstrasse gehörend neuerdings ein Schadenfeuer aus, zu dem der Vorsitzende Bericht gibt. Um ca. 1 h früh bemerkten Passanten im Stadel des Hauses den Ausbruch des Feuers und machten Allarm der gut ausklang und die Wehr rasch zum Platze brachte. Das Feuer hatte sich jedoch so rasch verbreitet dass die beiden im Stalle sich befindlichen Schweine nicht mehr in Sicherheit gebracht werden konnten und diese zugrunde gingen. Infolgedessen fanden wir auch nur noch einen völlig ausgebrannten Stadel vor der jeden Augenblick einstürzen konnte und war auch das Feuer über den ganzen Dachboden verbreitet und in die Küche und zum Teil in die Wohnräume des ersten Stockes vorgedrungen. Die Bewohner Mietpartei Ritter hatten Mühe das nackte Leben zu retten. Eine Rettung des Objektes konnte nach der gegebenen Lage nicht mehr in Frage kommen. Der Angriff erfolgte mit zwei Leitungen. Später wurde noch eine dritte Leitung angeschlossen. Infolge einer Undichtheit in der Sauleitung wurde anfänglich nur ein geringer Druck erzielt. Trotzdem wurde der erste Angriff erfolgreich durchgeführt und die Kraft des Feuers gebrochen. Nach längerer zum Teil harter Arbeit konnte dann die Feuer- und Glutstätte abgelöscht werden. Der Löschangriff war gut und konnte die Tatsache dass die Transportleitung verkehrt auf den Schlauchkarren gewickelt war keine Verzögerung herbeiführen, da die Beteiligten geistesgegenwärtig sofort die Schlauchhaspel in Verwendung nahmen. Kam. Otto Hämmerle erklärt ebenfalls dass die Schweine unmöglich mehr in Sicherheit gebracht werden konnten. Stellv. Peschl bespricht die Tatsache im Allgemeinen, dass die Brände entsprechend der Bauart der Gebäude und der Zeit des Brandausbruches jeweils derart rasch zum grossfeuer entwickelt sind, dass bei Anfahrt der Wehr immer schon das betroffene Gebäude als verloren gelten müsse. Dagegen könnte der beste Angriff mit allen modernsten Löschmitteln nichts mehr ausrichten. Aufgabe der ersten Wehrmänner am Brandplatze müsse sein die entwicklung des Feuers bestmöglichst einzudämmen und zu behindern, was durch gutes Schliessen von Fenstern und Türen erreicht werden könne. Gewöhnlich finde mann jedoch die Fenster und Türen offen vor, da solange Inventar gerettet werde, bis man einfach vom Feuer vertrieben werde und werde es dann unterlassen Fenster und Türen wieder zu schliessen. In der anschliessenden Aussprache werden die Erfahrungen noch erörtert und ausgetauscht. Spritzenmeister Holzer frägt wer die Leitung verkehrt gehaspelt habe Darüber jedoch allgemeines Schweigen. Kam. Ant. Hämmerle, Hohenemserstr. spricht zur Allarmierung, dass dieselbe manchesmal, wie gerade in diesem Falle unsanft ausgefallen sei, da ein Mordslärm im oberen Teil der Gemeinde, wenn es im Untersten brenne nicht gerade nötig wäre. Es wird ferner noch die Möglichkeit der Errichtung einer lokalen Dauerverbindung besprochen. Damit war die Besprechung der Brände erledigt. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1936 Brand des Hauses Bahnhofstr 14. Besitzer; Hagen Johann. Mieter; Ritter Wilhelm u. Vogel Anselm. In stürmischer naßkalter Regennacht riefen die Glocken und Horn wieder an die Arbeit. Um 1 h nachts war im Stadel Feuer ausgebrochen das in dem altem zur gänze aus Holz erbauten Bauernhaus reiche Nahrung fand. Die Bewohner hatten Mühe das nakte Leben zu retten. Es war auch nicht mehr möglich die im Stalle befindlichen 2 Schweine zu retten. Die Anhängespritze wurde beim Brunnen „Fischerbühel“ postiert und eine A Leitung gelegt und der Brand mit 2 Normal-Leitungen angegriffen. Leider verzögerte ein Schaden an der Saugvorrichtung an der Anhängespritze die Löschaktion da ein Spritzenwechsel vorgenommen werden mußte. Auch ein während der ganzen Löschaktion währender Wolkenbruchartiger Regen der alle Mann tüchtig durchnäßte, und kein so rasches arbeiten ermöglichte, zog die Brandbekämpfung in die länge. Da Objekt daß schon infolge seiner Bauart schon wenige Minuten nach Brandausbruch verloren gewesen wäre brannte auch bis auf die Grundmauern nieder. Die Wehr rückte um 5.10 h wieder ein. Anwesend;