Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 14. Mai 1933 früh 9 h Uhr im Gasthaus „zum Falken“ stattgefundenen Besprechung über den am 10./5 stattgefundenen Brand bei Ludwig Hämmerle Dachdecker Vorachstr Nr. 17.
Der Hauptmann gibt über den stattgefundenen Brand folgenden Bericht: Am 10./5 nachts 2 h ertönte zum 6. mal in diesem Jahr Feuerallarm. Eine schwache Feuerröte im östlichen Teil der Gemeinde ließ auf ein kleines Brandobjekt schließen.
Bei der Ankunft der Wehr welche um 2.10 h am Brandplatze eintraff fand sie den Dachstuhl des aus Erd und Dachgeschoß bestehenden Wohnhauses des Obgenannten in Flammen vor.
Die Motorspritze wurde bei dem nur 30 m entfernten Grindelkanal postiert, und der Brand mit 2 Normal-Leitungen auf der Nord und Südseite angegriffen. Der Brand konnte schon nach kurzer Zeit als lokalisiert betrachtet werden. Die Ablösch und Aufräumungsarbeiten gingen nun schnell vonstatten so daß um 3.50 h der Rückzug angetreten werden konnte.
Als Brandursache wird Kurzschluß angenommen.
Die als Ersten am Brandplatze eingetroffenen Wehrkameraden geben nun Ihre Wahrnehmungen bekannt. Sie berichten daß das Erdgeschoß in aller Ruhe ausgeräumt werden konnte. Ferner äußerten sich unsere Kameraden über das Wesen des Kurzschlußes.
Der Hauptmann teilt mit daß unseres Mitglied Kamerad Rudolf Knapp in den letzten Tagen zum Er beglückwünscht Ihn im Namen des ganzen Vereins. Kam. Knapp dankt hierauf führ die Glückwünsche und verspricht sich auch fernerhin in den Dienst der Sache zu stellen.
Nachdem sich niemand mehr zum Worte meldet schließt der Hptm. um ½ 11 h die Versamml.
mit Wehrmannsheil!
Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1933
Nachts 2 h ertönte zum 6. mal in diesem Jahre Feueralarm. Eine schwache Feuerröte ließ auf einen kleinen Brandherd schließen.
Bei der Ankunft der Wehr welche im 2.10 h am Brandplatze eintraff fand sie den Dachstuhl des aus Erd und Dachgeschoß bestehenden Hauses des Dachdeckermeisters Ludwig Hämmerle Vorachstr 17 in Flammen vor.
Die Motorspritze wurde bei dem nur 30 m entfernten Grindelkanal postiert und der Brand mit 2 Normal Leitungen auf der Süd und Nordseite angegriffen. Der Brand konnte schon nach kurzer Zeit als lokalisiert betrachtet werden.
Die Ablösch und Aufräumungsarbeiten gingen nun sehr schnell von statten so daß um 3.50 der Rückzug angetreten wurde. Als Brandwache blieben 3 Mann am Brandplatze. Anwesend waren 42 Mann.
Vorarlberger Volksblatt: 12.05.1933
Lustenau, 10. Mai. (Brand.) Heute gegen 1 Uhr früh kam im Wohnhaus des Dachdeckers Ludwig Hämmerle in Lustenau, Vorachstraße, Feuer zum Ausbruche, das von der raschestens am Brandplatze erschienen Feuerwehr von Lustenau soweit eingedämmt werden konnte, daß nur der Dachstuhl samt Dachgeschoß ein Raub der Flammen wurde.
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Reichsstrasse 55 - Grossbrand Gasthaus zur Alten Rose
Inh. Maria Riedmann, "Altrosenwirts" Auszug aus der Original-Verhandlungsschrift der Frühjahrshauptversammlung am 2. April 1933 im Gasthaus zum Freihof unter Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Tagesordnung 4. Besprechung der stattgefunden Brände a) am 12. März bei Wwe Hämmerle Hofsteigstr. b) am 23. “ bei Wwe Riedmann Rosenwirts. b.) Bereits 11 Tage später wurde die Wehr erneut zum Kampfe gerufen. Am 23. März abends ¼ vor 7 h entstand im Haus Wwe Riedmann, Altrosenwirts Reichsstr. ein Feuer, das bei heftigen Nordwind rasch in den zweistöckigen Holzhause um sich griff. Wiederum kam die Wehr rasch zum Ort des Unglücks, wo der ganze Stadel in Vollbrand stand und ebenso der Dachstuhl des Hauses. Durch den heftigen Wind entfacht entstand nun großes Flugfeuerband und gefährdete die Südwärts gelegenen Häuser stark. Die zum Teil über oder ganz nahe am Brandobjekt vorbei ziehende elektr. Leitung und die am Stadel verankerte Tram-Leitung waren der Angriffstätigkeit hinderlich und mußte besonderes Augenmerk darauf gerichtet werden. Unter diesen schwierigen Umständen vollzog sich nun der Schutz der gefährdeten Objekte und der Angriff des Feuers wie folgt: Die erste ankommende Rheindorfer Saug- und Druckspritze übernahm den Schutz des Gasthauses zur Linde die am Südteil durch die strahlende Hitze gefährdet wurde. Mit der Motorspritze erfolgte mit 3 Leitungen der Angriff auf das Brandobjekt, und zwar 2 Leitungen auf der Ost- und 1 auf der Westseite. Die Wehr Au griff ebenfalls mit einer Leitung auf der West-Nord-Seite an. Die kleine Saug- und Druckspritze wurde hinter dem Gasthaus zum Schwanen postiert und übernahm den Schutz der in der Flugfeuerbahn gelegenen Häuser, in denen Flugfeuerposten aufgestellt waren. So wurden wir bald Herr des Feuers und lobt der Hpt. die allgemein gute Arbeit. Stellv. Peschl gibt Bericht über das Flugfeuer und seine getroffenen Maßnahmen. Aus der Wechselrede, an der sich verschiedene Kameraden beteiligten sind verschiedene Anregungen zu erwähnen. Es soll die Staufernadel fleißig verwendet werden. Spritzen sollen erst ausfahren wenn der Brandort bekannt ist. Alle Sachen von der Spritze und dem Requisitenwagen sollen wieder zurückgebracht werden. Die Krückenspritzen sollten an Feuerwehrleute gegeben werden usw. Ferner stellt der Hptm. fest daß ca 300 m Schläuche angeschafft werden müssen und kommt die Anschaffung einer zweiten Spritze zur Sprache und wegen Unterbringen in einen Gerätehaus. Hiezu gibt Herr Bgm. Karl Bösch einige Aufklärungen und dankt hierauf der Wehr für ihre uneigennützige Arbeit zum Wohle des Nächsten zum Wohle der Allgemeinheit. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1933 Kaum sind die letzten Rauchschwaden vom Brande in der Hofsteigstr. gewichen als an einem Stürmischen Abend um 10-7 h im Stadel der Ww Riedmann Reichsstr Nr. 55 vermutlich durch Funkenflug aus einem Waschküchenkamin Feuer entekt wurde. Obwohl daßselbe im entstehen von Hausbewohner beobachtet wurde, so war es Ihnen nicht mehr möglich dasselbe zu löschen. Der heftige Nordsturm entfachte das Feuer so schnell daß in kürzester Zeit der Stadel in Vollbrand stand und auch sofort auf den Dachstuhl des großen aus Holz erbauten Wohnhauses übergriff. Es gelang noch das Vieh und die Mobilaren im 1 Stock in Sicherheit zu bringen. Der Brand welcher in kürzester Zeit in der ganzen Gemeinde beobachtet wurde, hatte auch eine sehr gute allarmierung zur Folge. Als die ersten Wehrleute am Brandplatze eintrafen fanden sie bereits den Stadel und den Dachstuhl des Hauses in Vollbrand vor. Der raßende Sturm trieb einen ungeheuren Funkenregen über die Südlich gelegenen Objekte so daß die Lage als äußerst gefährlich bezeichnet werden mußte. Schon vor eintreffen des Kommandos meldete sich der zufälligerweise anwesende Auer Feuerwehrkommandant zur Hilfeleistung durch die Auer Feuerwehr an, und wurde dieselbe sofort nach eintreffen des Hauptmannes zur Hilfeleistung gebeten. Von der Motorspritze welche beim zirka 220 m entfernt liegenden Brunnen Wimpisinger postiert wurde, wurde eine A Transportleitung zum Brandplatz gelegt woselbst dieselbe in 2 Normal-Leitung abgezweigt wurden und den Angriff auf der Ost- und Südseite um 7.11 h eröffneten. Kurz nacheinander traffen die Saug und Druckspritzen Rheindorf und Grindel ein. Erstere wurde beim Prifat-Brunnen Hofer-Bösch und Co postiert und mit einer Leitung der Brand auf der Westseite angegriffen. Letztere wurde beim Gasthaus z. Schwanen“ postiert und mit derselben die durch das starke Flugfeuer gefährdeten Häuser geschützt. Um 7.44 h wurde noch eine B Leitung mit den Normalleitungen 3 + 4 gelegt sodaß die Motorspritze mit 4 Leitungen Wasser lieferten. 7.37 h traf die Auer Feuerwehr mit 16 Mann, Motorspritze und 2 Schlauchwagen ein. Dieselben legten vom Wasserbezugsort Brunnen „Sand“ eine Leitung und griffen den Brand von der Westseite an. Infolge Wassermangels mußte die Rheindorferspritze ihre Tätigkeit schon nach kurzer Zeit einstellen Nach zirka 1 ½ stündiger Arbeit konnte der Brand als lokalisiert betrachtet werden, so daß mit der Ablöschung begonnen werden konnte, und die Auer den Rückzug antraten. Da die Hochspann-Leitung der elektr. Bahn eine starke gefährdung der Löschmannschaften bedeutete so wurde der Verkehr eingestellt. Ebenso wurde die Lichtleitung bis um 10 h ausgeschaltet. Nachdem um 11.15 die Ablösch u. Aufräumungsarbeiten beendet waren rückte die Wehr im ½ 12 h ein. Als Brandwache blieben 5 Mann am Brandplatze. Anwesend waren 63 Mann. Bemerkenswert bei diesem Brande war die große Schlauchanzahl. Es wurden zirka 1100 m Schlauch nur von unseren Spritzen verwendet. Dazu haben die Auer noch zirka 250 m benötigt. Vorarlberger Volksblatt: 25.03.1933 Lustenau, 23. März. (Brand.) Heute um zirka 7 Uhr abends brach am angebauten Stadel des hölzernen Wohnhauses der Witwe Maria Riedmann in Lustenau, vermutlich durch Funkenflug aus der beim Hause liegenden Waschküche ein Brand aus, der sich bei dem zur Zeit herrschenden starken Nordwind sehr rasch verbreitete und in kurzer Zeit den ganzen Stadel sowie einen Teil des Wohnhauses einäscherte.
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Hofsteigstrasse - Grossbrand Wwe. Maria Hämmerle
Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 2. April 1933 im Gasthaus zum Freihof abgehaltenen Frühjahrshauptversammlung unter Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Zu dem am 12. März 33 um ½ 2 h früh bei Wwe Maria Hämmerle, Hofsteigstraße berichtet der Hauptmann. Der Ausbruch des Feuers zur erwähnten Zeit wurde von einigen jungen Gästen des Gasthauses Frühlingsgarten, die sich mit der Polizeistunde etwas geirrt hatten, entdeckt. In tadelloser Art inszenierten diese einen durchschlagenden raschen Allarm, sodaß die Wehr in verhältnismäßig kurzer Zeit am Platze erschien. Das Feuer, das vermutlich im Rückwärtigen Hausteil entstanden war stand in dem ganz aus Holz gebauten alten Haus eine rasche Ausdehnung, sodaß die Besitzer nur das nackte Leben zu retten vermochten. Bei Ankunft der Wehr war daher das Haus in Vollbrand, sodaß an eine Rettung nicht mehr gedacht werden konnte. Der Stadel und die Wände wurden soweit als notwendig weggerissen, wobei allerdings den Helfern für die Zukunft mehr Vorsicht anzuraten ist. Dann wurde das stetig wütende Feuer zurückgeschlagen und darauf die Brandstätte abgelöscht. König Gottlieb berichtet über einen Vorfall am Platze der sich nicht mehr wiederholen sollte. Ferner wird noch über das Einreißen eine Aussprache geführt, aus der hervorgeht, daß man wie der Hptm. bereits erwähnt hatte, etwas mehr Vorsicht walten lassen soll. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1933 Um ½ 2 h brach in einem der ältesten Häuser Lustenaus, es war das Haus der Ww Maria Hämmerle Hofsteigstr. Nr. 42 vermutlich infolge Kaminschadens Feuer aus. Dasselbe griff mit einer solchen Geschwindigkeit um sich, daß die Hausbewohner Mühe hatten das nakte Leben in Sicherheit zu bringen. An Irgend eine Rettung des Mobilars war nicht mehr zu denken. Es konnten lediglich eine Nähmaschine und einige Bücher in Sicherheit gebracht werden. Der Allarm war bei diesem Brand wieder sehr schlecht, er setzte mit Glocken und Telephon erst um 2 h ein. Bei Ankunft der Autospritze welche um 2.10 beim Wasserbezugsort Brunnen „Frühlingsgarten“ postiert wurde stand das ganze Objekt in Vollbrand. Der Brand wurde nun mit 2 Normal-Leitung angegriffen. Die Lösch und Aufräumungsarbeiten wurden um 4.10 h beendet und konnte die Wehr welche in der Stärke von 49 Mann anwesend war unter zurücklaßung von 4 Mann Brandwache einrücken. Vorarlberger Volksblatt: 14.03.1933 Lustenau, 12. März. (Schadenfeuer.) Letzte Nacht etwa um 1 Uhr brach im Hause der Witwe nach Leander Hämmerle, Hofsteigstraße, Feuer aus, das in unheimlicher Raschheit um sich griff. Die Insassen mußten froh sein, mit dem Leben davongekommen zu sein, von den Habseligkeiten wurde fast nichts gerettet. Der Familie, die in letzter Zeit beide Söhne durch Tod verloren hat, wendet sich ob dieses neuen Schlages das allgemeine Mitleid zu. Vorarlberger Tagblatt: 13.03.1933 Brand in Lustenau. Lustenau, 12. März. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ertönte Feuerlärm. Es brannte das Haus Nr. 42 der Witwe Leander Hämmerle in der Hofsteigstraße lichterloh. Das Feuer brach ¾ Stunden nach Mitternacht aus, jedoch ist bis jetzt dessen Ursache noch nicht bekannt. Die Insassen konnten kaum das nackte Leben retten. Eine Tochter, die im obern Stockwerk schlief, mußte durch das Fenster in den Garten springen, wodurch sie sich eine kleine Verletzung im Rücken zuzog. Die Frau und zwei andere Töchter mußten ebenfalls durch das Fenster ihr Leben retten, wobei die Frau eine Fußverstauchung erlitt. Sonst wurde alles Bewegliche bis auf eine Nähmaschine ein Raub der gefräßigen Flammen. Bedauerlich ist besonders, daß diese Familie schon schwer genug zu tragen hatte ohne diesen Brandfall. Wurde ihnen doch der Ernährer durch den Krieg geraubt, ein erwachsener Sohn wurde vor einem Monat vom Tode dahingerafft, während ein etwa älterer vor noch nicht Jahresfrist ebenfalls gestorben ist. Beide waren um Studium begriffen, die Familie steht arm und gänzlich mittellos da. Das Haus war ein großes, ganz aus Holz erbautes Bauernhaus. Es soll einst als Pfarrhof in Fußach gestanden sein, wo es im Jahre 1697 abgetragen und hier neu erstellt wurde. Wohn- und Schlafstube waren aus Lärchenholz gezimmert, die Balken waren aus Eiche, alles von Hand gezimmert. Vor etwas mehr als 20 Jahren gingen über das Haus noch allerhand Geister- und Spukgeschichten um. Es waren damals ganz alte eigene Leute Besitzer, die ihren Lebensinhalt in solchen Spukgeschichten fanden. Jetzt dürfte mancher Unhold und Burz durch das Feuer erlöst oder auch bewältigt worden sein. Die jetzigen Bewohner waren eine arme, aber ehrsame Familie, die, wie oben erwähnt, schwer vom Schicksal heimgesucht wurde.
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Gärtnerstrasse - Grossbrand Gebr. Jul. u. Joh. Hagen "Schlossbaurs"
Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 19. Februar 1933 mittags ½ 1 Uhr im Gasthaus zur Weinstube abgehaltene Vereins-Versammlung unter dem Vorsitz des Hauptmanns Josef Bösch. Zum stattgefundenen Brande bei Gebr. Hagen gibt der Hauptmann folgenden Bericht: Am 10. Febr. 33 abends gegen 10 h brach in der Schreinerwerkstätte der Herren Gebr. Jul. u. Joh. Hagen, vermutlich in der nord. ost Seite des Dachraumes, aus unbekannter Ursache, Feuer aus, das in den dort gelagerten Holzabfällen reiche Nahrung fand. Die rasche Ausdehnung das Brandes war aus diesem Grunde gegeben und hatte das Feuer auch bereits den Ganzen Dachstuhl des Maschinenraumes ergriffen ehe der Allarm durchgeführt war. Dieser war jedoch rasch und durchschlagend, sodaß die Wehr rasch zur Stelle war. Der Angriff erfolgte gleichzeitig von der Ost und Westseite und war die vorerst für die anliegenden Gebäude bestehende Gefahr rasch beseitigt. Die absolute Windstille und der Umstand, daß der Feuerlöschbrunnen in nächster Nähe sich befand, Kamen selbstverständlich der Eindämmung der Gefahr sehr zustatten. Das Ablöschen ging dann verhältnismäßig rasch vor sich, sodaß das Feuer nicht direkt durch die Decke brach und die Maschinen deshalb auch nur geringen Schaden nahmen. Ebenso wurde der anstoßende Holzlager-Schuppen, der allerdings vom Holze geräumt war, nicht vom Feuer ergriffen, der Hauptmann äußert sich über die geleistete Arbeit sehr befriedigt. Stellv. Peschl führt aus, daß er um 10.10 h vom Ausbruch des Feuers verständigt wurde, den Rock umwerfend lief er in Hausschuhen auf die Straße. Einen Augenblick überlegend sagte ihm jedoch der helle Feuerschein sofort die bestehende Gefahr voraus, und belehrte ihn daß nur dann größerer Schaden vermieden werden kann, wenn das Löschgerät sofort zur Stelle war. Er lief daher wie er war zum Spritzenhaus, wo auch die Abfahrt des Gerätes sofort erfolgte. da dasselbe bereits fahrbereit gestellt worden war. Herr Bürgermeisterstellv. Vetter berichtet als Nachbar, und daher als einer der ersten am Platze vom Ausbruch des Feuers und von seiner weiteren Entwicklung bis zum Eingreifen der Wehr. Das Feuer fand reiche und außerordentlich günstige Nahrung, weshalb es sich rasch ausbreitete. Es konnte nur an die Ausräumung der Werkstätte und des Holzschuppens gedacht werden und wurde dies auch prompt durchgeführt. Die Zeit bis zum Angriff der Wehr sei ihm lange erschienen, wie dies ja bei jedem Brande berichtet werden kann, wenn auch die Wehr ja nicht früher hätte eintreffen können. Herr Bgm. Karl Bösch gibt genau die Zeiten bekannt, woraus hervorgeht, daß ein rascheres Eingreifen der Wehr nicht möglich gewesen wäre. Hptm. Bösch ersucht alle Wehrmänner bei einem nächsten Brande auch besonders auf die geretteten Gegenstände achtzuhaben, damit nicht wie dies in diesem Falle vorkam Sachen abhanden kommen. Ferner soll für ein rechtzeitiges Absperren der Zuschauer entlang der Leitung und am Platze selbst gesorgt werden, wodurch ein rascheres unbehindertes Arbeiten möglich ist. Im übrigen war die Arbeit wie bereits erwähnt gut und konnte die Wehr durch ihre Arbeit einen Teil Volksvermögen vor der Vernichtung bewahren. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1933 Brand der Schreiner-Werkstätte Gebr. Hagen Gärtner-Str. um 10.10 h abends. Am Freitag den 10/2 abends 10.10 h kündeten die Glocken von des Turmes Höhn, in die dunkle Regennacht, daß wiederum eines Mitbürgers Hab und Gut in Flammen stehe. Grell hob sich die Feuerssäule in der Richtung der Kirche vom dunklen Himmel ab. Eilig streben die Wehrmänner dem Brandplatze zu, welcher sofort von einer rießigen Menschenmenge umsäumt war, so daß man sich förmlich hindurch zwängen mußte. Schrill und langgezogen heulte die Sirene der Autospritze welche in rascher Fahrt, die kurze Strecke bis zum Wasserbezugs-Ort „Gärtnerstr zurücklegte. Sofort wurde eine A und B Leitung auf die Ost und Westseite gelegt mit welcher der erste Angriff eröffnet wurde. Das Feuer welches aus bisher unbekannter Ursache im Dachstuhl des Nord-Draktes ausbrach, fand an den auf den Dachboden aufgespeicherten leicht brennbaren Material reiche Nahrung, so daß an eine Bekämpfung nicht mehr gedacht werden konnte. Die ersten am Brandplatze eingetroffenen Wehrleute und Zivil-Personen mußten sich darauf beschränken die Werkstätte und den nur 1 m entfernt liegenden Holzlagerschuppen auszuräumen. Da sich das Brandobjekt in unmittelbarer Nähe von 4 Objekten befand, (West Regina Konditorei 1 m, Nord Holzlagerschuppen 1 m, Nord-Ost Altes Wohnhaus Hagen 3-4 m Ost neues Wohnhaus Hagen 3 m) so mußte besonders darauf geachtet werden daß das Feuer sich nicht auf diese Gebäude übertrug. Nachdem die Motorspritze nun Wasser lieferte war in ¼ Stunden jede Gefahr abgewandt und das Feuer lokalisiert. Die Ablösch und Aufräumungs-Arbeiten welche mit 4 Leitungen in Angriff genommen wurden waren um 12.15 h beendet so daß die Wehr um ½ 1 h einrücken konnte. Anwesend waren 58 Mann. 3 Mann blieben als Brandwache am Brandplatze. 2 Mann wurden leicht verletzt und wurden dieselben von der Rettungs-Abteilung behandelt.
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Hagstrasse - Brand Gasthaus zur Taube
Auszug aus dem Original-Protokoll über die am 2 Mai in der Wohnung des Zeugwartstellv. Josef Vogel abgehaltene Sitzung der Vereinsleitung unter dem Vorsitz des Hptm. Bösch. Ezechiel König erstattet Bericht über den Brand im „Gasthaus zur Taube“. Auszug aus der Original-Abschrift der Chronik für 1932 Um zirka ½ 11 h abends wurden die Hausbewohner und Gäste des Gasthauses zur Traube durch einige Schläge und ein rasch an Stärke zunehmendes Rauschen aufmerksam gemacht. Als man sofort nach der Ursache forschte, wurde im Obergeschoß beim Kamin ein zimlich großer Brandherd endekt. Fast zur gleichen Zeit, bemerkte auch ein aus der Bahnhofrestauration heraus kommender Gast das Feuer, welches bereits zum Dache hinaus schlug. Derselbe verständigte den Wirt welcher Dauerverbindung hat, welcher nun sofort die Dauerverbindungsstelle, Sonne alarmierte, von wo der Glocken und Telephonalarm eingeleitet wurde. 10.45 h fuhr die Autospritze beim Zeughause ab. Jedoch wurde schon während der Fahrt durch zurückfahrende Radfahrer bekannt das das Feuer gelöscht werden konnte. Die Fahrt wurde aber fortgesetzt. Bei Ankunft der Autospritze welche beim Brunnen „Hag“ postiert wurde, war ein eingreifen nicht mehr nötig, da die noch vorhandenen Brandnester mit einer Krückenspritze abgelöscht werden konnten. Als Brandursache wird ein Kaminschaden angenommen, da einige Tage vorher an der gleichen Stelle ein Brand zum Ausbruche kam welcher ebenfalls im entstehen gelöscht werden konnte. Die Wehr rückte um halb 12 Uhr wieder ein. Als Brandwache bleiben 3 Mann am Brandplatze.