Teilnahme an den 10. Int. Leistungsbewerben in Berlin (BRD)

17.07.1993 | 13:00 | Bewerb
Die 1. Goldmedaille für die Feuerwehr Lustenau

Die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Lustenau konnte sich nach 2 mißlungenen Versuchen 1984 in Thüringen und 1988 in Bludesch endlich am 4.7.1992 in Lingenau zur Teilnahme an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen qualifizieren.

Die Vorbereitung auf diese Aufgabe sollte sich in 3 Schwerpunkte gliedern:

- Körperliches Training
Konditions- und Lauftraining unter fachkundiger Anleitung eines erfahrenen Leichtathletik-Trainers in Form von Zirkel-, Kraft- und Lauftraining. Hier wurden Vater und Sohn Härle engagiert.

- Technisches Training
Weiterführung des Trainings für den eigentlichen Löschangriff sowie den Hindernis-Staffellauf.

- Mentale Vorbereitung
Unter Anleitung einer Kapazität auf diesem Gebiet sollen die Mitglieder der Gruppe in die Lage versetzt werden, ihre maximal mögliche körperliche Leistung und Konzentration am Wettkampftag zu erbringen. Für diese Tätigkeiten waren Prof. Dr. Barolin und Dr. Kaufmann vom Landesnervenkrankenhaus zuständig.


Der Wettkampf in Berlin
Heute war der Tag, auf den wir uns vorbereitet hatten. Alle waren wohlauf, die Stimmung war gut und alle waren körperlich fit. Hollenstein Werner wurde als "Spion" ausgesandt, um die Antretezeit immer wieder zu überwachen, damit wir uns nicht zu früh aufwärmten und dann womöglich 30 Minuten mitten im großen Wirbel warten mußten. Von unseren Begleitern waren wir völlig abgeschirmt auf uns alleine gestellt.

Langsam kam die Zeit, in der wir uns von allen störenden Gedanken befreien mußten und unsere Konzentration auf den Wettkampf lenkten. Das Aufwärmtraining begann, und damit der Abschnitt des Wettkampfes.

Der Einmarsch - Eine nahezu volle Tribühne, viele gespannte Gesichter und irgendwo auf dem Rasen auf Bahn 5 unsere Gruppe.

Die Übung selbst lief sehr gut, wenn auch hier und dort noch kleine Verbesserungen möglich gewesen wären. Aber dies galt wahrscheinlich für alle 123 Gruppen.
Als uns das Ergebnis bekanntgegeben wurde, jubelten wir nicht schlecht: 38.7 sec. fehlerfrei

Uns allen war klar, daß es nur über eine fehlerfreie Übung möglich war, eine Goldmedaille zu erringen. Die erste Hürde hatten wir also hinter uns gebracht.
Jetzt kam ein weiterer wichtiger Teil, der Staffellauf auf uns zu. Der Kurs in Richtung Goldmedaille stimmte, aber das Ziel war noch nicht erreicht. Erst nach beiden Disziplinen wird abgerechnet.
Unser Bundestrainer Helmut Ratzenböck kümmerte sich in diesen Minuten zwischen Löschangriff und Staffellauf in vorbildlicher Weise um uns. Wir schalteten total ab, mußten die gute Übung von eben nochmals vergessen und uns auf einen Staffellauf konzentrieren.

Neben uns lief eine Gruppe aus Polen, die uns um einige Meter "abhängte". Mit unserer Zeit von 62,9 sec waren wir zufrieden. Einige Aufregung kam erst auf, als eine falsche Übergabe angezeigt wurde (5 Strafsekunden) und lange nicht klar war, daß dies für die Polen-Gruppe galt.

Nach dem Staffellauf ging alles sehr rasch. Zusammenrechnen - 418.4 Punkte - vor 4 Jahren 420 Punkte für den Sieger - das muß eine sichere Goldmedaille sein!!

Das Jahr 1993 wird wohl in die Geschichte der Feuerwehr Lustenau als erfolgreichstes Jahr im Bezug auf Feuerwehrwettkämpfe eingehen. LFI Willi Gorbach bestätigte uns beim Empfang in der Landesfeuerwehrschule sogar die Einzigartikeit der Leistungen landesweit:
Nie war es bisher einer Gruppe gelungen, in einem Jahr diese Leistungen zu erbringen:

1. Rang in Silber Gästeklasse in Tirol, Pokal
1. Rang CTIF Gästeklasse in Fellbach, Goldmedaille, Pokal
1. Rang in Bronze Gästeklasse Burgenland, Pokal
1. Rang in Silber in Vorarlberg, Pokal, Goldener Helm
5. Rang CTIF in Berlin, Goldmedaille


Am Ende meiner Ausführungen möchte ich einige Zeilen aus Toni Innauers Buch
"Der kritische Punkt" zitieren; Innauer war in vielerlei Hinsicht mein Vorbild, wenn auch die "Sportarten" sehr unterschiedlich waren:

Je näher der Moment der Entscheidung rückt, desto wichtiger werden die mentalen Fähigkeiten und Tricks, die du dir in der Vorbereitung einverleibt hast.
Alles passiert ganz von allein. Das Programm der perfekten Bewegung ist durch jahrelanges Training im Kleinhirn gespeichert und wird wie auf Knopfdruck abgerufen. "

In diesem Jahr hat unsere Wettkampfgruppe schöne Erfolge erzielen können. Der Einsatz an Zeit und auch finanziellen Mitteln war enorm und ist mit ca. 175 Übungseinheiten à 2 Stunden und ca. 200.000,- zu beziffern. Als wesentliche Punkte, die zum Erfolg geführt haben, möchte ich folgende nennen:

- sehr gute Kameradschaft in der Gruppe
- ausgezeichnete mentale Einstellung jedes einzelnen
- gewissenhafte Vorbereitung in körperlicher Hinsicht
- Augenmerk auf fehlerfreies Arbeiten
- ein gewisses Quäntchen Glück, das jede Gruppe braucht

Die Gruppenmitglieder
Alfare Martin, GKdt.
Hollenstein Dietmar, GKStv
Alge Franz
Hofer Günter
Hofer Martin
Hollenstein Werner
Kammerer Christian
Kathrein Timo
Rauch Kurt
Schwärzler Jürgen

Martin Alfare, Gruppenkommandant
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Jahreshauptversammlung

Vorsitz: Kdt. Manfred Kremmel Punkt 5: Ehrungen Heuer können jeweils 3 Kameraden für 25 jährige und für 40 jährige Zugehörigkeit zur Wehr egeehrt werden. Es sind dies: Für 25 Jahre: Martin Feistenauer Wener Holzer Bernhard Schraven Für 40 jahre: Eduard (Edl) Hämmerle Kurt Scheffknecht Walter Ungerank Edl Hämmerle und Werner Scheffknecht werden für Ihre über 40 jährige Mitgliedschaft und den Übertritt in den Passivstand zu Ehrenmitglieder ernannt.
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Die Tätigkeit im Jahre 1981 war geprägt von der Vorbereitung und Teilnahme an den 7. Internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Böblingen. Alle umfassenden Aktivitäten waren auf diesen Wettkampf ausgerichtet und von den Kameraden Manfred Kremmel und Anton Hollenstein geplant, durchgeführt und überwacht worden. Die Mitglieder der Gruppe: Kremmel Manfred, Gruppenkommandant, Alfare Martin, Bösch Erich II, Bösch Martin, Fröwis Heinz, Hagen Norbert, Hämmerle Walter I, Hollenstein Erich, Hollenstein Werner und Kremmel Kurt. Chronologischer Ablauf: Jänner bis April Konditions- und Schnelligkeitsübungen in der Radlerhalle, dazwischen und anschließend Übungen an der Saugleitung, des gesamten Löschangriffes, des Normalen- und Hindernisstaffellaufes, Marschübungen und Fragen. Ein immenses Schulungsprogramm wurde gewissenhaft durchgezogen. Ein zweitägiger Lehrgang für Gruppenführer in der OÖ. Landesfeuerwehrschule Linz; Teilnahme an den Tiroler Leistungsbewerben in Längenfeld, Weiterfahrt nach Linz; Vorbereitungskurs für die int. Wettkämpfe in der OÖ. Landesfeuerwehrschule in Linz, anwesend alle österr. Wettkampfgruppen, die in Böblingen antreten; Schauübung vor den Delegierten des Schweizerischen Feuerwehrverbandes in Vaduz, Teilnahme an den Salzburger Leistungsbewerben in St. Johann/P; Mitwirkung an den 30. Vorarlberger Leistungsbewerben in Röthis, Klasse Silber A: 1. Rang mit 381 Punkten. Großartiger Erfolg unserer Gruppe, die die höchste Punktezahl aller Vorarlberger Gruppen erreichte. 19. bis 26. Juli Zum dritten Male hintereinander hatte eine Gruppe der OF Lustenau die grosse Ehre, Vorarlberg bei den Int. Feuerwehrwettkämpfen zu vertreten. Nach intensivsten Vorbereitungen konnten die 10 Wehrkameraden unter GK Kremmel die Fahrt zu den 7. Internationalen Wettkämpfen antreten. Nach fast einer Woche keinesfalls optimaler Unterbringung und Verpflegung in einer Schule, zweimaligem offiziellen Training, einem Besuch im Mercedes-Werk Sindelfingen, einem Tagesausflug zur Gastfeuerwehr Jettingen, kam am 25. Juli nachmittags unsere Gruppe als eine der letzten zum Löschangriff. Die Bedingungen waren gut, die Arbeit fehlerfrei, die Zeit blieb allerdings erst bei 56 Sekunden stehen, rund 10 Sekunden über den Wettkampfmöglichkeiten. lm Hindernisstaffellauf über 450 m gelang der Gruppe dann eine hervorragende Leistung mit 65 Sekunden. Somit stand das Gesamtergebnis mit 399 Punkten fest. Ein kleines Fünkchen Hoffnung auf Gold war noch gegeben, denn sowohl in Brünn, als auch in Trient hätte diese Punktezahl eine Goldmedaille bedeutet. Diesmal waren die Leistungen aber höher. Genau 400 Punkte war die Grenze für Gold, 399 war für Lustenau der 1. Rang in Silber.
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Teilnahme an den 6. Int. Leistungsbewerben in Trient (Italien)

Mühevoll und anforderungsreich war für die Gruppe unserer Wehr, die sich in einem harten Ausscheidungswettbewerb am 16. Oktober 1976 in Hohenems als Vorarlberger Teilnehmer für die 6. Intern. Feuerwehrwettkämpfe in Trient qualifizierte, die Vorbereitung auf diesen schweren Wettkampf. Nebst einer eintägigen Schulung in Linz, der Teilnahme an den Tiroler und Vorarlberger Leistungsbewerben, absolvierte die junge Gruppe, die ein Durchschnittsalter von nur 19,7 Jahren aufwies, nicht weniger als 77 Proben mit einem Gesamtaufwand von 1300 Stunden. Hiezu kommt noch die Teilnahme in Trient selbst in der Dauer von 8 Tagen, vom 31. Juli bis 7. August 1977. Das harte und intensive Training, geleitet von GK Manfred Kremmel und Gkdt.-Stellvertreter Erich Bösch bewirkte eine derartige Leistungssteigerung, daß unsere Gruppe nach dem offiziellen Training des Löschangriffes mit 46,45 und 49 Sekunden zum engsten Favoritenkreis avancierte. Im entscheidenden Wettkampf selbst bewies die Gruppe erneut ihre große Schnelligkeit und die hervorragende Zeit des Löschangriffes von 47 Sekunden wurde von keiner einzigen der angetretenen 99 Gruppen aus 14 Nationen unterboten, lediglich von 2 tschechischen Gruppen egalisiert. Großes Pech hatten unsere Wettkämpfer dadurch, daß am Vorabend vor dem Wettkampf nochmals die Bestimmungen in Bezug auf die Auslegung der Saugleitung geändert wurden, und gerade hier gab es dann den einzigen Fehler und ein langes Hin und Her der Kampfrichter, die sich schließlich mehrheitlich für die Anrechnung von 30 Schlechtpunkten und gleichzeitigem Verlust von 10 der 20 zustehenden Gutpunkte entschieden. Damit waren alle Chancen auf einen Spitzenrang mit Goldmedaille verspielt. Daran konnte auch die ausgezeichnete Zeit im Staffellauf von 68 Sekunden (Bestzeit 65 Sekunden) leider nichts mehr ändern. Mit dem 1. Platz im Rang der Bronzemedaille traten die Wettkämpfer etwas enttäuscht die Heimreise an. Zum zweiten Mal war damit eine Gruppe unserer Wehr der Vertreter der Vorarlberger Feuerwehren bei den Int. Feuerwehrwettkämpfen. Diesmal wäre unsere Gruppe ohne den erwähnten Fehler nach zwei tschechischen Gruppen an dritter Stelle in Gold gestanden. Zu dieser Leistung, besonders aber zum anständigen Auftreten und stets disziplinierten Verhalten sei der Gruppe, die sich aus nachstehenden Kameraden zusammensetzte, aufrichtig und herzlich gedankt: OLM Manfred Kremmel, LM Erich Bösch I, Erich Bösch II, Norbert Hagen, Werner Hollenstein, Kurt Kremmel, Arno Vetter, Erich Hollenstein, Harald Knoll, Walter Hämmerle I.